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Besondere Zeiten. Tagebuch, Seite 24

Liebe Tagebuchgemeinschaft,

mein Eintrag wird heute so wenig spektakulär wie mein ganzer Sonntag war. Morgens war’s für den Kaffee auf der Terrasse noch zu frisch, daher habe ich den in unserem Esszimmer getrunken. Aber die Sonne hat schon durchs Geäst der Kastanie im Nachbarhof geblitzt und es war klar: Das wird ein wunderbarer Frühlingstag. Normalerweise braust da dann der Verkehr feiertagsbedingt lebhaft durchs Dorf und in südwestlichem Bogen Richtung Großenried. Doch heute war es immer wieder so ruhig, dass die Vögel in dem Grüngürtel um unseren Garten ihr Konzert ungestört geben konnten. Ich habe lange gelesen, Wäsche in der Sonne aufgehängt, Mittagessen gekocht, ein paar Whatsapp-Nachrichten beantwortet – und Musik gemacht. Wie froh bin ich in diesen Tagen immer wieder, dass ich als Kind von meinen Eltern angehalten worden bin, Musik zu machen. Es hat mir damals ganz sicher nicht immer gefallen. Aber heute ist die Musik ein ganz selbstverständlicher Teil meines Lebens und ich möchte ihn nicht missen. Alle Stimmungslagen, die unser Leben mit sich bringt, sind da ausgedrückt. Und oft geht es mir, wenn ich mit dem Spielen anfange, so ‚irgendwie‘. Doch fast immer geht es mir danach gut! Musik ist ‚Seelensprache‘, wie ich meine. Egal, ob man sie hört und genießt oder mitsingt oder mitpfeift oder ob man ein Instrument spielt. Für meinen Freund Werner Thelen, den viele von euch aus den ‚Lichtblick‘-Gottesdiensten als unseren früheren E-Pianisten kennen, ist gerade in diesen schwierigen Wochen die Musik und da besonders der Lobpreis von zentraler Bedeutung. Die Hauptsache. Und als er diese Selbsterfahrung via Handy in unsere Hauskreisgruppe geschrieben hat – ja, die haben wir immer noch virtuell auf dem Handy, auch wenn Thelens schon länger fortgezogen sind -, da konnte ich ihm nur aus tiefster Seele zustimmen.

Übrigens: Es ist nie zu spät, mit dem Musikmachen zu beginnen. Wir blockieren uns selbst, wenn wir als Erwachsene denken, dass da der Zug für immer abgefahren ist. Es gibt immer mehr Ü-Fünfziger, die wieder oder erstmalig Unterricht nehmen und auch mit großem Vergnügen in einer Band spielen. Es geht nicht darum, möglichst gut zu werden und irgendwann einen Wettbewerb zu gewinnen. Sondern es geht darum, den Schatz, der in der Welt der Musik verborgen ist, zu heben. Über’ s Hören. Und/oder über’ s ‚Selbermachen‘. Nach meiner Erfahrung ist auch der Unterricht viel, viel besser aufgezogen als früher. Fast jedes Notenheft hat eine CD dabei. Die dient dazu, dass man über eingespielte ‚Playalongs‘ einen Übungstitel einmal mit und einmal ohne Soloinstrument hören kann. Und in der zweiten Runde – in der ohne Soloinstrument –  ist man dann eingeladen, mit dem eigenen Instrument mitzuspielen. So macht man gemeinsam sogar dann Musik, wenn man gerade mal allein ist.

Kleiner Geheimtipp: Die Sommersdorfer Kirche ist ja den ganzen Tag über zugänglich. In ihrem Inneren ist es zwar momentan noch empfindlich frisch. Doch das bessert sich von Tag zu Tag und die Akustik ist grandios! Jeder darf rein, um sie als seinen persönlichen Konzertsaal zu nutzen. Traut euch. Auch Gott freut sich! Herzliche Einladung.

Einen geruhsamen Sonntag Abend euch und einen behüteten Start in die neue Woche, die vor uns liegt.

Ihre/eure Elfriede Bezold-Löhr

PFARRAMT

Sekretariat
Karin Oberseider

KIRCHENGEMEINDE

Sommersdorf / Thann
Sommersdorf 5
91595 Burgoberbach
Tel.: +49 9805 648
Fax: +49 9805 932 202
Mail: pfarramt@sommersdorf-thann.de
Spendenkonto: DE 71 7655 0000 0008 8247 57

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag:
10:00 Uhr – 13:00 Uhr
Mittwoch:
11:00 Uhr – 15:00 Uhr
Donnerstag:
11:00 Uhr – 16:00 Uhr

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