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Besondere Zeiten. Tagebuch, Seite 27

Würdet ihr gefragt werden, was die Sommersdorfer Pfarrerin in diesen schönen Frühlingstagen wohl so treibt – viele von euch könnten inzwischen schon ganz professionell Auskunft über meinen üblichen Tagesablauf geben: „Sie macht morgens irgendwas mit Sport – joggen oder ähnliches. Dabei versucht sie, an das Aufschließen der Schlosskirche zu denken. Anschließend braucht sie einen Kaffee, um endgültig wach zu werden und liest dabei die Tageszeitung. Meistens sitzt sie im Anschluss daran in ihrem Büro und schreibt allerhand: Mails, Artikel für den Gemeindebrief und was sonst so anfällt.“

Was soll ich sagen? Stimmt alles! Auch das mittägliche Kochen, Lesen, Telefonieren, Einkaufen …. das bleibt in ruhiger Routine gleich. Und doch hat jeder Tag ein paar kleine Überraschungen für mich parat. Die kennen auch die größten Experten meiner Vita nicht. Deshalb erzähle ich sie euch. Die erste schöne Überraschung heute: Das Mathe-Ass, das meine Kinder in der Abiturvorbereitung unterstützt, hat uns heute seine Hilfe geschenkt. Weil Ostern vor der Tür steht. Ich hab‘ mich über diese Geste zutiefst gefreut. „Vielen Dank, liebes Mathe-Ass!“ (Nun nebenbei bemerkt: Das gestörte Verhältnis zur Mathematik haben meine Kinder von mir geerbt. Ich übernehme dafür die volle Verantwortung. Der Beruf der Pfarrerin macht  um die Welt der Zahlen und Formeln einen großen Bogen und das ist in meinem Fall sehr, sehr gut….)
Nachmittags hatte ich Post für Thann, die habe mit dem Radl ausgefahren. Ich hatte drei Stationen – und überall saßen Leute in der Sonne, die ich kannte. „Wie ist das jetzt – darf ich da nach meinem Gang zum Briefkasten noch stehenbleiben – mit zwei Meter Sicherheitsabstand – und ein bisschen ‚ratschen‘? Fragen, wie es in diesen außergewöhnlichen Zeiten geht? Oder darf ich nicht?“ Ich habe entschieden: „Ich darf.“ Keinen Kaffee trinken, mich nicht dazusetzen (was ich sonst vielleicht gemacht hätte), aber stehenbleiben und einander zuhören. Wobei die Grundtendenz der drei Gespräche ähnlich war: „Wie geht es uns doch gut. Wir kommen mit den gegenwärtigen Bestimmungen gut klar. Wir haben keinen Grund zum Jammern.“ Auch das hat mich gefreut und in gewisser Weise etwas beruhigt.
Kaum zurück, habe ich aus unserem Postkasten eine sehr liebe Osterkarte geangelt. Von Heike. Darüber habe ich mich auch gefreut. Allerdings wäre es noch schöner, wenn du, liebe Heike von der Osterkarte, mir noch einen ganz kleinen Wink per Mail gibst, „welche Heike“ du bist. Ich kenne nämlich mehrere und bin jetzt ein bisschen durcheinander, weil ich dich nicht eindeutig identifizieren kann. Trotzdem direkt aus dem Tagebuch an dich ein herzliches „Danke!“ für deinen lieben Ostergruß.
Und es war mit den kleinen Freuden noch nicht vorbei! Am Abend gab es noch einen selbst gebackenen Ostergruß von einem jungen Mann – extra für uns Pfarrhausbewohner. Das ist der Knaller! Auch dir, lieber Elias, direkt aus dem Tagebuch heraus geschrieben „ein dickes Dankeschön für den wunderbaren Osterhasen!“ Ich fürchte, der wird schon vor dem Ostersonntag verputzt sein, so lecker wie der aussieht.
Ihr merkt schon, liebe Tagebuchgemeinschaft: Das Leben ist bei allen bedrückenden Nachrichten auch immer durchsetzt von kleinen Lichtblicken. Daran halte ich mich fest. Und denke mir: Was mir guttut, tut vielleicht auch anderen gut – mit kleinen Freuden aufgebaut werden. Was das angeht, hatte ich vorhin noch eine Idee – zu der ich euch bräuchte. Überlegt euch mal, wer von euch im Lauf der Ostertage – also Sonntag oder Montag – doch einen Familienspaziergang in die Sommersdorfer Schloss-Kirche machen würde (- die ist im Schlossgelände fast schon Osternestmäßig versteckt, doch ihr werdet sie finden!). Denn vielleicht geht ihr – nachdem ihr zumindest kurz drin wart – mit einem Lächeln aus der Kirche wieder heraus, obwohl wir dieses Jahr keine Ostergottesdienste gemeinsam feiern konnten.

Ich wünsche euch einen guten Abend, eine geruhsame Nacht und morgen einen Tag mit kleinen – oder gern auch großen – Lichtblicken. Ihre/eure Elfriede Bezold-Löhr

PFARRAMT

Sekretariat
Karin Oberseider

KIRCHENGEMEINDE

Sommersdorf / Thann
Sommersdorf 5
91595 Burgoberbach
Tel.: +49 9805 648
Fax: +49 9805 932 202
Mail: pfarramt@sommersdorf-thann.de
Spendenkonto: DE 71 7655 0000 0008 8247 57

ÖFFNUNGSZEITEN

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10:00 Uhr – 13:00 Uhr
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