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Besondere Zeiten. Tagebuch, Seite 45

Heute bin nun ich an der Reihe, und auch wenn ich mich zuerst gesträubt habe -da ich kein typischer Tagebuchschreiber bin-, möchte ich euch heute gerne von meinem Tag erzählen.

Zuerst, wer bin ich. Ich bin der Bernd, 32 Jahre jung. Und wer mich noch nicht kennt; ich bin gebürtig aus Kaudorf und wohne nun schon seit fast 3 Jahren zusammen mit meiner Frau in Burgoberbach. Somit kenne ich beide Gemeindeteile, und finde es richtig genial, dass wir im Kirchenvorstand (KV) beide Gemeindeteile gestalten dürfen. Worüber ich sehr dankbar sein darf ist meine Frau Noni, die nun schon 7 Jahren Teil meines Lebens sein darf und wir gemeinsam durch Höhen und Tiefen gehen, so auch in der jetzigen Zeit. Ein schöner Gedanke kam mir gerade -unsere Hochzeit-, vor knapp 5 Jahren hat uns Elfriede in Thann getraut.

Da wir schon beim DANKEN sind, da fällt mir so vieles ein, wofür ich dankbar bin. Ich bin dankbar in diesem Land zu leben, in einer funktionierenden Demokratie. Einem Ministerpräsidenten mit christlichen Werten. Mir gefällt es zu beobachten wie die Parteien in kritischen Situationen zusammenhalten und an einem Strang ziehen, aber aktuell auch zu beobachten, wie die hitzigen Debatten zwischen den Parteien wieder anfachen, das zeichnet für mich u.a. eine funktionierende Demokratie aus.

Ich bin dankbar für fließendes Wasser aus dem Wasserhahn und reichlich Auswahl an Essen, das für uns selbstverständlich ist, aber z.B. nicht für unsere Waisen in Tansania. Wie privilegiert wir in diesem Land nur sind.

Ja, ich bin auch dankbar für ein funktionierendes und vertrauenserweckendes Gesundheitssystem. Ein Dach über dem Kopf, welches beheizt ist und dicht ist. Ich bin dankbar für unsere Mobilität; ein Auto, Fahrrad, etc. zu haben und für unsere Infrastruktur. Ich durfte vor 10 Jahren für eine längere Zeit nach Australien reisen, und da mussten wir einmal einen Umweg wegen einem Hochwasser von mehreren 100 km in Kauf nehmen. Bei uns, wenn in Thann Überschwemmung ist, müssen wir lediglich über Großenried oder Herrieden fahren.

Dankbar bin ich auch für meine Arbeit, da es nicht selbstverständlich ist, eine Arbeit zu haben -was mir in diesen Zeiten noch viel bewusster wird-, da viele ihrer Arbeit aktuell nicht nachgehen können. Ich persönlich kann mich nicht beklagen, meine Arbeitstage sind gut gefüllt. Wobei ich doch auch sehr hoffe und bete, dass wir bald wieder in eine Normalsituation kommen, um wieder ein gewisses Gleichgewicht zu erhalten.

Gerade in diesen Zeiten bin ich sehr dankbar für die technischen Möglichkeiten die wir haben, um weiterhin in Kontakt zu bleiben, trotz Kontaktbeschränkung. Mal hier und dort zu skypen, wie im KV, Hauskreis oder auch in meiner Jüngerschaft. Das gemeinsame Singen funktioniert wohl nicht so sehr -der Versuch war sehr lustig-, aber gemeinsames austauschen und beten geht den Umständen entsprechend sehr gut. Wer hätte das vor kurzem gedacht.

Diese technischen Möglichkeiten die wir haben, auch wenn ich unsere Gottesdienste in Thann oder Sommersdorf, besonders unseren Lichtblick, die gemeinsame Lobpreiszeit und die Gemeinschaft mit euch vermisse, ermöglicht es mir trotz dessen Gottesdienst zu feiern. So auch heute Morgen, wobei ich eher Mittag sagen muss (ich genieße es an meinen freien Tagen lange auszuschlafen). Da kommt es mir recht, dass der Livestream des ICF München/Zürich erst um 11:15 Uhr beginnt, den meine Frau und ich seit Beginn der Ausgangsbeschränkung jeden Sonntag verfolgen. Für denjenigen, der sich darunter nichts vorstellen kann, es handelt sich um einen Gottesdienst (ähnlich unserem Lichtblick) mit modernen Liedern, Gebeten und Impuls, der aus Zürich (ohne Publikum) übertragen wird und über YouTube am Fernseher, Handy oder PC verfolgt werden kann.

Es ist schön, dass wir wissen dürfen nicht alleine zu sein und unser Vater immer da ist und wir alles was uns Sorgen macht an ihn abgeben dürfen und ihm vertrauen dürfen.

„Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm! Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid.“

Philipper 4, 6-7 I Die Bibel – Hoffnung für Alle

Ich möchte euch noch eine interessante Redensart in diesem Zusammenhang mitgeben, den ich aus dem Gottesdienst mitgenommen habe:

„Geschenkt ist geschenkt und wieder holen ist gestohlen.“

Die Sorgen die ich Gott abgeben -schenke-, sind nicht mehr meine.

Schon während des Gottesdienstes durfte ich mich auf einen leckeren Schweinebraten freuen, der im Ofen briet. Ein Gedicht mit Knödel, sag ich euch. Noni kann einfach super kochen.

Den weiteren Sonntag haben wir ebenfalls sehr entspannt verbracht. Eine runde faullenzen auf‘m Sofa, Kaffee auf der Terrasse, bei herrlichem Sonnenschein auf dem Liegestuhl, eine Runde mit dem Rad, all das was wir in der Corona-Zeit halt dürfen. Zwischendurch den Tagesbericht verfasst und jetzt dann geht es denk ich vor den Fernseher, je nachdem was kommt, alternativ lese ich das Buch „Racheherbst“ weiter, mal sehen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche, Gottes Segen und Gesundheit.

Bernd Engelhardt

PFARRAMT

Sekretariat
Karin Oberseider

KIRCHENGEMEINDE

Sommersdorf / Thann
Sommersdorf 5
91595 Burgoberbach
Tel.: +49 9805 648
Fax: +49 9805 932 202
Mail: pfarramt@sommersdorf-thann.de
Spendenkonto: DE 71 7655 0000 0008 8247 57

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag:
10:00 Uhr – 13:00 Uhr
Mittwoch:
11:00 Uhr – 15:00 Uhr
Donnerstag:
11:00 Uhr – 16:00 Uhr

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