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Besondere Zeiten. Tagebuch, Seite 52

Dieser Sonntag war voraussichtlich für mich bis Mitte Juni der letzte freie Sonntag. Was für mich am Anfang der Corona-Pandemie ganz ungewohnt war, ist mir in den fast acht Wochen zu einer schönen Gewohnheit geworden, ich gebe es offen zu: den ‚Tag des HERRN‘ als echte Auszeit zu genießen. Als Ruhetag. Als Tag zum Abschalten von allem Dienstlichen.
Am kommenden Wochenende weht mit zwei Urnenbeisetzungen, einer Taufe und den beiden Kirchengottesdiensten gleich wieder ein ganz anderer Wind für mich – wenngleich ich mich auf die RückkehDieser Sonntag war voraussichtlich für mich bis Mitte Juni der letzte freie Sonntag. Was für mich am Anfang der Corona-Pandemie ganz ungewohnt war, ist mir in den fast acht Wochen zu einer schönen Gewohnheit geworden, ich gebe es offen zu: den ‚Tag des HERRN‘ als echte Auszeit zu genießen. Als Ruhetag. Als Tag zum Abschalten von allem Dienstlichen.
Am kommenden Wochenende weht mit zwei Urnenbeisetzungen, einer Taufe und den beiden Kirchengottesdiensten gleich wieder ein ganz anderer Wind für mich – wenngleich ich mich auf die Rückkehr des Lebens in die Kirchen auch freue.
Ein letztes Mal habe ich heute daher nach einer kleinen Morgenandacht meine Laufschuhe angezogen, um eine Runde durch den frühlingsgrünen und wunderbaren Wiesengrund zu joggen, dann einen Kaffee in der Sonne auf der Terrasse zu trinken und anschließend gemütlich den Spargel zu schälen, den es mittags geben sollte. Kein Telefon, keine Türklingel, keine Mails. Kein Handy. Nur das beruhigende Geräusch der Waschmaschine …
Nachmittags bin ich dann nach Neuendettelsau geradelt. Und bevor jetzt jemand von euch zu überlegen anfängt, wie viele Kilometer das wohl gewesen sein könnten, beichte ich es gleich: Ich war mit meinem E-Bike auf Tour. Da werden Kilometerangaben ziemlich relativ. (Für diejenigen, die es doch wissen wollen: Es waren insgesamt ungefähr 42. Die Länge einer Marathonstrecke. Die würde ich denn doch nicht joggen wollen, das dachte ich mir unterwegs auch.) Es ist ja inzwischen erfreulicherweise wieder erlaubt, sich mit einer Person zu treffen, die nicht dem eigenen Hausstand angehört. So war ein ausgedehntes Kaffeetrinken mit meiner Schwester sogar ‚legitim‘. Es tat uns beiden gut, uns auszutauschen über alles, was in unser beider Leben gerade so aktuell ist. Gegen 18 Uhr brach ich dann wieder Richtung Sommersdorf auf und sie kam – wie sie es seit sieben Wochen jeden Sonntag Abend tut – mit einigen Musikern und SängerInnen zusammen, um in ihrem Wohnviertel einige Choräle und Volkslieder für die Anwohnerinnen und Anwohner zu spielen. Fürsorge und Seelsorge gleichermaßen war diese wiederkehrende Aktion in den letzten zwei Monaten – so empfand es meine Schwester und so spiegelten es auch die Gesichter und Reaktionen der SeniorInnen wieder. Denn mancher alte Mensch (- und nicht nur er – ) spürt in diesen Wochen doch immer wieder Angst in sich aufsteigen vor der unsichtbaren Bedrohung durch die Pandemie mit all den Veränderungen und Einschränkungen, die sich mit sich bringt. „Tapfer dagegen ansingen tut den Leutchen gut“, meinte meine Schwester noch sinngemäß, ehe sie gut gelaunt loszog.
Würden all die Sängerinnen und Sänger, die Instrumentalistinnen und Bläser einmal auf einem Platz zusammengeführt, die in den letzten Wochen für sich und andere zur Ermutigung Musik gemacht haben – es bräuchte wohl eine quadratkilometergroße Fläche, um allen Platz zu gewähren. Ich finde das toll. Herzlichen Dank allen Männern, Frauen und Kindern, die das auch in unseren Dörfern tun! 🙂
Nun, da es Abend geworden ist, sieht mich mein Büro doch für knapp zwei Stunden. Eine von mehreren ausstehenden Taufen war mit den Eltern via Mailkontakt in der Feinabstimmung zu planen und dann wart noch ihr ‚dran‘ – meine Tagebuch’verbündeten‘. Wann immer ich künftig für mich Notizen in besonderen Zeiten mache, werdet ihr und diese Frühlingswochen mir ins Gedächtnis kommen. Und ich werde mich an der Erinnerung freuen. Denn wenn auch der Anlass dieses Tagebuchs ein sehr herausfordernder ist – eure Rückmeldungen und die damit ausgedrückte Verbindung zwischen uns freuen mich immer wieder neu. Sie tun mir gut und ermutigen mich. Ich danke euch von Herzen.
Einen guten und behüteten Start in die neue Woche! Eure / Ihre Elfriede Bezold-Löhr

PFARRAMT

Sekretariat
Karin Oberseider

KIRCHENGEMEINDE

Sommersdorf / Thann
Sommersdorf 5
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Fax: +49 9805 932 202
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